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Hinterfragt |
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Was uns von Regierung und Medien so alles „verkauft” wird, sollte schon mal hinterfragt werden. Auf dieser Seite stelle ich mir die Frage: „Was machen wir da eigentlich?”. Ich frage mich immer wieder, warum von Seiten der Politiker den Konzernen Maßnahmen direkt angeboten werden, wie sie uns abzocken können/sollen. Richtig gelesen, es wird den Konzernen ganz subtil direkt angeboten. Aktuell: Tankrabatt in Form einer Senkung der Mineralölsteuer (15.04.2026) Die Regierung will eine Verminderung der Mineralölsteuer um (knapp) 17 ct/l einführen, die vom 1.Mai an zwei Monate Gültigkeit haben soll. Man geht davon aus, dass die Konzerne das vollständig an die Verbraucher weitergeben werden. Soweit so klar. Auch wenn sie das tun, dann haben sie schon wieder 3 ct/l verdient. Wie bitte? Das glauben Sie nicht, dann lasst uns mal rechnen, ausgehend von einem Preis von z.B. 2,20 Euro pro Liter Benzin. In den 2,20 Euro ist die MwSt. enthalten. Ohne MwSt. sind es 1,85 Euro/l davon gehen 17 ct/l weg = 1,68 Euro/l da kommt wieder die MwSt. drauf = 2,00 Euro/l 2,20 - 2,00 ist nach meiner Rechnung ein Unterschied von 0,20, also 20 ct/l Es wird aber immer die Zahl 17 ct/l kommuniziert, also wird beim Tanken jeder genau schauen, ob es um 17 ct/l günstiger wird, und schon haben sie uns reingelegt, es sollte ja um 20 ct/l günstiger werden. Die Konzerne halten sich an die 17 ct/l und haben schon wieder 3 ct/l verdient. Wer versteht das schon mit der Mehrwertsteuer? (16.04.2026) Bei der ersten Debatte im Bundestag taucht eine neue Zahl auf: 14 ct/l Politik und Medien haben uns wieder an der Nase herumgeführt! Während man bis dahin von einer Senkung der Mineralölsteuer um 17 ct/l gesprochen hat, stellt sich jetzt heraus, dass es nur 14 ct/l sind und sich erst durch die darauf fällige Mehrwertsteuer eine mögliche Einsparung an der Tanksäule um ca. 17 ct/l (genau 16,66) ergibt. Aber wer will schon, dass Politik und Medien so genau kommunizieren? Das versteht doch eh keiner. Ganz ähnlich ist es mit der Inflation: Die Straße von Hormus ist gesperrt, also steigen die Ölpreise. Was machen die Politiker? Bevor irgendeiner von den Lebensmittelkonzernen an die Medien geht verkünden die Politiker, dass infolge der "Ölkrise" wohl auch die Lebensmittelpreise steigen werden. Ist das ihre Aufgabe? Die Konzerne haben es dann leicht, ganz ohne Absprache, die Preise zu erhöhen. Es wird ja von der Politik so vorgeschlagen/gewollt. Unter jetzt weiter im ursprünglichen Text: 1) CCS (Carbon Capture and Storage), also das Abscheiden und Verpressen von CO2: Bei (fast) jeder Verbrennung entsteht CO2-Gas (Kohlenstoffdioxid). Kraftwerke zur Stromerzeugung erzeugen sehr viel davon und das soll durch die CCS-Technologie abgefangen und unter die Erde verpresst werden, damit es nicht mehr in die Atmosphäre gelangt. Viele gehen davon aus, dass es sich da um einen Rest, einen Abfall, um eine kleine Menge handelt. Wenn man z.B. Holz verbrennt bleibt ja auch etwas Asche übrig. Bei CCS ist das wohl ähnlich. - Nein mit nichten!!! Es geht hier nicht um die Asche, sondern um das entstandene Gas. Und das ist einfache Chemie: Kohlenstoff reagiert gerne mit Sauertoff zu CO2 und Wärme. Die Wärme wollen wir haben, mit CO2 können nur noch Pflanzen etwas anfangen, man könnte auch sagen: Da steckt keine Energie mehr drin. Das Ablassen in die Luft war bis jetzt Stand der Technik. Das wollen/sollen wir aber nicht mehr. Nehmen wir z.B. die Verbrennung von Kohle in einem Braunkohlekraftwerk. Kohle besteht zum Großteil aus Kohlenwasserstoffen, also Molekülen zusammengesetzt aus Kohlenstoff und Wasserstoff. Der Wasserstoff reagiert bei der Verbrennung mit Sauerstoff und wird zu Wasser(-dampf). Der Dampf entweicht durch den Kamin und stellt kein Problem dar. Der Kohlenstoff reagiert mit Sauerstoff zu CO2 (Kohlenstoffdioxid) - und jetzt haben wir ein Problem: Jedes Kohlenstoffatom hat sich mit zwei Sauerstoffatomen verbunden und das entstandene Molekül CO2 ist jetzt mehr als 3-mal so schwer (C=12 + 2x O=16). Wir haben also die ursprüngliche Masse mehr als verdreifacht und diese liegt auch noch als Gas vor. Je nach Kohle-Typ erhalten wir für jedes kg Kohle ca. 3 kg CO2, und das sind ca. 1,5 Kubikmeter Gas - Häää!? Während ein kleines Stück Kohle einfach zu handhaben war haben wir es jetzt mit einer riesigen Menge Gas zu tun. Und das wollen wir jetzt „entsorgen”!? Das ist aber noch nicht alles. Die CO2-Abscheidung verbraucht Energie. Wir müssen also noch mehr Kohle verbrennen. Gehen wir also mal von 2 Kubikmetern Gas pro verbranntem kg Kohle aus. Umgerechnet auf kWh ensteht in einem Braunkohlekraftwerk mit CO2-Abscheidung pro erzeugte kWh (Strom) etwa ein Kubikmeter CO2-Gas. Ist aber kein Problem sagt uns die Politik. Norwegen entsorgt das Gas für uns tief unter der Erde, wir müssen nur eine Gasleitung (Hochdruckleitung?) quer durch Europa bis nach Norwegen bauen und dann ein „paar Cent” für die Entsorgung bezahlen. Aha. Und das nachdem wir es zwanzig Jahre nicht geschafft haben eine Stromleitung vom Norden in den Süden zu bauen um den überschüssigen Windstrom in den Süden zu bringen. Sehr realistisch das Ganze. „Man” würde es wohl als Satire sehen, wenn „man” es durchschauen würde. Vielleicht wäre Energiesparen doch die bessere Lösung, oder Stromspeicher für erneuerbaren Strom, oder Effizenzsteigerung bei der Wärme z.B. mit „Kalter Fernwärme”, siehe unten, oder CO2-Nutzung z.B. in Algenfarmen, oder, oder ... Oder die Energie teurer machen - aber nein das geht nicht. Das ist schlecht für die Wirtschaft, wenn die Leute den ganzen Blink, Blink-Schnickschnack nicht mehr kaufen. Oder sollte man den Leuten vielleicht sogar die Wahrheit sagen? 2) Fernwärme und Wärmewende: Um auch im Wärmebereich fossile Energie einzusparen schlägt die Politik zwei Startegien vor: (Luft-)Wärmepumpen und Fernwärme. Luftwärmepumpen sind im Durchschnitt sehr effizient, bei Temperaturen unter - 5°C werden sie aber zu Stromfressern. Wie erzeugen wir den Strom an diesen Wintertagen? Aus Kohle und Erdgas, na Bravo. Fernwärme aus Geothermie ist super, da spielen Wärmeverluste kaum eine Rolle. Leider gibt es nutzbare Geothermie nicht überall und wie erzeugt man dann die Wärme? Aus Kohle und Gas, später aus Holz und mit Wärmepumpen. Finde den Fehler! Dabei gäbe es gute Lösungen, z.B. die „Kalte Fernwärme”. Hier werden die Vorteile von Wärmepumpen und Fernwärme vereint und die Nachteile vermieden. Leider will und will das keiner verstehen. Viel zu komplex. Wirklich? 3) Plastik-Recycling: Plastik ist ein hervorragendes Verpackungsmaterial, meist nur einmal genutzt. Zur Entsorgung gibt es zwei Lösungen: 1) Trennen und verwerten und 2) Verbrennen Als Ketzer sage ich auch hier: Verbrennen wäre die bessere Lösung. Da für eine sortenreine Trennung ein riesiger Aufwand notwendig ist und dann doch nur weniger als die Hälfte irgendwie verwertet wird ist das wohl ein Irrweg. Ein Blick ins Internet zeigt: ca. 90 Prozent des Erdöls wird heute sowieso verbrannt: Heizöl, Kerosin, Diesel, Benzin, Flüssiggas usw. Nur ca. 5 Prozent werden stofflich genutzt: z.B. Kunststoffe, (Düngemittel und sonstige Chemie). Für diese Stoffe, die verschmutzt sind, aus untrennbaren Schichten bestehen und praktisch nicht verwertet werden können bauen wir eine riesige Entsorgungs-Industrie auf, erhalten am Ende doch nur minderwertige Produkte und verbrennen den Rest, der nicht in Entwicklungsländer verschifft wird. Warum verbrennen wir nicht den ganzen Kunststoff-Müll in „sauberen” Verbrennungsanlagen und sparen dafür Gas in den Heizwerken? Wichtig ist nur: Die Erdölprodukte müssen nach Gebrauch möglichst vollständig eingesammelt werden und dürfen nicht in der Umwelt landen. Das ist beim Verbrennen besser zu gewährleisten als beim heutigen System des „Umherkarrens” und „Deklarierens”. 4) Kernfusion: Hier gibt es seit ca. 1970 die Zeitkonstante „30 Jahre”. Zu Beginn der Erforschung von Kernfusion zur Stromerzeugung in den 1970ern ging man davon aus, dass es ca. 30 Jahre dauern werde bis der erste Strom aus Kernfusion nutzbar sein wird. In jeder Dekade danach verkündete man uns große Erfolge, aber die 30 Jahre blieben gleich. 2025 gab es wieder große Durchbrüche, trotzdem gehen seriöse Wissenschaftler davon aus, dass es noch ca. 30 Jahre dauern wird bis Strom aus Kernfusion ins öffentliche Netz fließt. Bis jetzt hat die Politik die Losung ausgegeben, dass wir bis 2045, spätestens 2050 CO2-neutral sind. Brauchen wir die Kernfusion dann noch? Oder entwickeln wir sie für eine Zeit, wenn wir uns unter die Erde verkriechen müssen und dann nur noch in virtuellen Welten leben. Resumee: Langsam wird mir klar, warum es in Deutschland keine Ziele mehr gibt: Damit kann man auch scheitern. Ich hoffe, dass ich mich täusche! Aufschwung und Fortschritt gab es immer dann, wenn man Ziele formulierte und entsprechend sinnvolle Konzepte erstellte und verfolgte. Das funktioniert wohl nicht, wenn man mit Fördervorgaben und Bürokratie alles abwürgt. |
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